Auf dem Weg zur Weihrauch- und Seidenstraße

Polen -Ukraine-Moldawien-Transdnistrien-Ukraine

„Wer sich gern überraschen lassen will muss reisen“- ohne Erwartungen  möglichst mit Zeit so sind wir mit dem Zeitziel losgefahren, den  Hafen von Odessa am 24.2 2017 zu erreichen. Die Reparatur unseres Kurzschlusses in Polen und der Versuch , doch noch das Navi einzurichten kosteten aber 7 Fahrstunden, denn im Dunkeln wollten wir nicht unterwegs sein. Das Navi hat dann trotz gekaufter Software leider nicht funktioniert . So bin ich die Navigationsstimme  nach Absprache geblieben.Wir benutzten dann wahrscheinlich verbotener Weise ( über 3,5 t zulässiges Gesamtgwicht muss man eine Go oder viabox haben für eine Schwerlastmaut!, aberr an der Mautstelle bezahlten wir ganz normal und uns hat keiner gefragt)doch die Autobahn in Polen- Nervenkitzel ( hätten Ingolf und Tina das nicht gesagt, wäre es nicht so spannend geworden) .Vor der Grenze zur Ukraine wählten wir dann den Grenzübergang auf der Landstraße, ließen aber erst die Nacht vorüber gehen. Immer wenn dann ein Platz zum Übernachten gefunden ist, denke ich wie schön es doch mit einem zweiten Wohnmobil wäre, mit netten Menschen gemeinsam essen und erzählen und Erlebnisse teilen.  Ich hoffe , dieser Blog  ersetzt das Alleinefahren ein wenig.

Jetzt sitzen wir in einer ukrainisch kitschigen Freizeitanlage direkt am Schwarzen Meer in Odessa, wo man uns einen sicheren Stellplatz für 3 Nächte gewährte. Die brauchten wir, weil die Fähre am 24. ausgefallen  ist. Wir denken nach über das, was wir in dieser Woche erlebten.Die Grenzen liefen ohne Probleme ab , beim ersten Mal wurden meine Medikamente gründlich untersucht, beim zweiten Mal nahm man uns altes CS Gas   ab und wird immer gefragt , ob wir Waffen haben oder einere terroristischen Organisation angehören oder entsprechende Literatur haben, Journalisten sind. Transdnistrien haben wir dann als Höhepunkt erlebt, denn dieses Niemandsland( nur von Russland anerkannt) hatte den meisten Papierkram und die teuersten Gebühren( 37$) für 80 km schlechte Straße.Straße ist auch das Stichwort ,was uns in der Ukraine und Moldawien ständig begleitete. Die gepflegten Kirchen glänzten mit goldenen Dächern aber Slalomfahren  oder Durchgeschütteltwerden war ansonsten angesagt. Hansjörg war hochkonzentriert und schimpfte trotzdem wie ein Rohrspatz. Haben wir doch schon Veränderung erwartet? Reisen ist auch eine Reise in eine andere Zeit . Hansjörg meinte , wir sind jetzt in den 50iger Jahren  vor allem dann auch in Moldawien . Schneereste gab es auch noch und liebevoll angehäufte Sandhäufchen an den Steigungen.Da es taute wußte man nicht wie tief die Löcher in der Straße waren manchmal 50 cm tief. In Transnistrien wurden wir von Panzern und schwer bewaffneten russischen  Soldaten  begrüßt ( Ähnlichleit mit der Ostukraine  ist gewollt) bevor wir  an die eigentliche Grenz kamen ,fuhren am Anfang unbefestigte ,äußerst löchrige  ,dafür sehr breite Straßen  ,Ziegen und wilde Hunde querten unseren Weg, Geisterhäuser an den Rändern. Eine nächtliche Slalomfahrt  bis Odessa folgte bis zu einer Tankstelle , wo wir stehen durften. Schnell fanden wir am  Freitagmorgen  den Hafen und das Verkaufsbüro, um zu erfahren, dass wir erst am Montag wahrscheinlich fahren können.Wir kauften aber wenigstens das Ticket und vergnügen uns nun in Odessa. Am ersten Tag hatten wir herrliches Frühlingswetter und genossen den Spaziergang am Meer. Samstag dann war Odessabesichtigunng angesagt. Schneeflocken und Kälte begleiteten diesen Ausflug.Wunderschöne Gebäude, Denkmäler wechselten sich mit leerstehenden Geisterhäusern ab. In den Parks war Folklore angesagt und ukrainische Spezialitäten.Unser Taxifahrer kam wie Hansjörg schon erartet hatte nicht um uns abzuholen , aber wir fanden sogar den richtigen Bus und kamen wohlbehalten am Wohnmobil an. Hier war ich doch noch stolz auf mich ,dass ich noch viel russisch verstehe und mich gut verständlich machen kann. Heute am Sonntag nun einen herrlichen Sonnenaufgang am Meer erlebt und bei kaltem Wind sind wir entlang am Meer spaziert, haben 8 ältere  Damen getroffen, die in einer windgeschützten Ecke wohl täglich  Karten spielten, wie sie erzählten also auch hier Freizeitbeschäftigung selbst organisiert , um gegen Einsamkeit zu kämpfen.

Sonstige Odessaimpressionen
Sonstige Odessaimpressionen

Metallsucher und Badende bei 5° C Lufttemperatur im Wasser beeindruckten uns auch. Auf den Collagen könnt ihr einige Eindrücke sehen. So und nun habe ich gerade einen ukrainischen Zopf in der Gaststätte geflochten bekommen und hoffe irgendwie mit dem WordPressblog mich besser auseinandersetzen zu können.

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